Porsche Arena in.Stuttgart
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Champions Trophy, 17.12.2011

Radball und Kunstradfahren der Weltklasse - am Samstag 17.12.2011 feiert die Hallenrad Champions Trophy in der Porsche-Arena in Stuttgart ihre Premiere.
 
 

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Presse-Infos 11/2010

Presse-Info / 24.11.2010

Hallenradsport-WM in neuen Dimensionen

Die Hallenrad-Weltmeisterschaften in Stuttgart sorgen für Ausnahmezustände. Zum Beispiel im 40 km entfernten Gärtringen. Beim dortigen Radsportverein wurden allein über 200 Tickets für die drei wilden Tage am Neckar geordert. Die Bewohner der schwäbischen Ortschaft wollen, in blauen Vereinsfarben gekleidet, „ihr“ Radball-Duo Uwe Berner und Matthias König zum WM-Titel brüllen. „In Gärtringen wurde sogar der Weihnachtsmarkt verschoben“, grinst Keeper Berner. Der 28-Jährige erläutert sein Ziel beim Heimspiel in der Porsche-Arena augenzwinkernd: „Einfach ein bisschen besser sein als letztes Jahr“ – 2009 in Portugal gewannen die beiden Musterathleten Silber hinter der Schweizer Konkurrenz…

Marion Kleinschwärzer vom SV Wacker Burghausen und Kunstrad-Bundestrainer Dieter Maute beim Training in der Porsche-Arena

Marion Kleinschwärzer vom SV Wacker Burghausen und Kunstrad-Bundestrainer Dieter Maute beim Training in der Porsche-Arena

Alle Asse des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) waren bei der Eröffnungs- Pressekonferenz am Mittwoch dabei. Harry Bodmer, Vizepräsident des Verbands, versuchte, die Erwartungen der Medien und des Publikums ein wenig zu dämpfen und sprach vom „Erwartungsdruck, der zu bewältigen ist“, wenn 6000 Zuschauer pro Tag für Remmidemmi unterm Hallendach sorgen. „Eine fantastische Sache für unseren Sport, der damit in neue Dimensionen vorstößt.“ Auch Kunstrad-Bundestrainer Dieter Maute ahnt, dass mancher junge Sportler angesichts der Kulisse den „Zitterer“ kriegen könnte: „Das lässt niemanden kalt. Nicht mal Titelverteidiger David Schnabel, der eigentlich ein cooler Hund ist.“ Radballer „Matze“ König jedenfalls ist „nur froh, dass die Tribünen abgedunkelt und von der Spielfläche aus kaum zu sehen sind“.

Lediglich ein kleines Restkartenkontingent ist übrig, rund 300 Karten für Freitag, keine Hundert mehr für Samstag und Sonntag. Für Andreas Kroll, Geschäftsführer der in.stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH, ist die WM der Radartisten schlicht „ein Höhepunkt in der Geschichte der Porsche-Arena, die sich schon immer als sehr stimmungsvoll erwiesen hat“. WM-Generalsekretär Rolf Schneider erlebte die WM in Dornbirn 2008 live, „ein Schlüsselerlebnis. Das weckte die Begeisterung. Und unser Ziel: in Stuttgart geht noch mehr.“ Und weil die „Hallenrad-Familie gern miteinander feiert, geht es nach den Wettkämpfen in den Sälen der benachbarten Schleyer-Halle mit volksfestlichem Charakter, mit Musik und Party weiter.“

Unterdessen nahmen die BDR-Sportler den frisch verlegten Parkettboden unter die hart aufgepumpten Räder, drehten ihre Trainingsrunden. Marion Kleinschwärzer vom SV Wacker Burghausen ging einzelne Schwierigkeiten ihres Programms durch, schwitzte, schnaufte, rackerte. Dieter Maute gab kleine Tipps. Nur Feinabstimmung, „entspanntes Eingewöhnen“. Jetzt noch eine letzte Trainingseinheit, dann wird es ernst für die 22- jährige WM-Dritte von 2008 – und für 220 Sportler aus 21 Nationen.

Dann stehen auch die Fernsehkameras des SWR und des ZDF sowie ein TV-Team aus der Schweiz an der Bühne, um die Ra(n)dsportart ins Rampenlicht zu stellen. Hallenradler sind Idealisten, Geld spielt keine Rolle für die Hauptdarsteller, die studieren oder einem Fulltime-Job nachgehen. Schultern zuckend reagierte der 29-jährige Sporttherapeut und Spitzenradballer Matthias König auf die Frage, ob sich WM-Gold in klingender Münze auszahlen würde. Was er weiß: „Wir wollen Weltmeister werden.“

Presse-Info / 04.11.2010

Rosshaar und blaue Flecken

Auch der Bürgermeister macht WM-PR / Radballer üben das Fallen …

Die Bälle fliegen mit 80 km/h um die Ohren, sind hart (aus Rosshaar) und hinterlassen dicke blaue Flecken am Körper. Zum Radball gehören auch Bodychecks: das bugsiert den Gegenüber schon mal über die Bande. Nichts für Softies, wie die Teilnehmer des WM-Workshops in Gärtringen erfuhren. Uwe Berner und Matthias König hatten sich den einzigen Platz für die Weltmeisterschaften in der Stuttgarter Porsche-Arena (26. bis 28. November) gesichert. Jetzt demonstrierten sie in Theorie und Praxis, wie es geht, was sie können, wann es weh tut…

König/Berner

Radball auf allerhöchstem Niveau ist kein Kindergeburtstag. Bei den Deutschen Meisterschaften hatte das überragende Duo der Saison nochmals um die Nominierung zittern müssen. Nun trifft man beim Showdown auf die Besten aus der Schweiz, Österreich, Tschechien. „Die kennen uns. Wir sie. Jeder hat seine Spezialitäten, aber wir haben auch den Heimvorteil“, sagt Uwe Berner. Und Bundestrainer Jürgen King, selbst zweifacher Champion, ergänzt: „Der Druck ist extrem, aber die Euphorie hilft weiter.“

Uwe fungiert als Torwart, Matze König versucht die gegnerischen Angriffe zu unterbinden. In der Offensive kommt der großgewachsene Athlet von links. Der Kollege wiederum hämmert Eckbälle und Vier-Meter mit Brachialgewalt ins Netz. Am liebsten ins obere Dreieck des 2 x 2-m-großen Tores. Man versteht sich fast blind, im sechsten Jahr mit „Trauschein“. Natürlich „knallt es auch bei uns, aber seltener als bei Brüder-Teams“, sagt Berner, der im Bereitschaftsdienst für die Gemeinde Ehningen manchmal um 6.30 Uhr ran muss. Matthias König arbeitet als Sporttherapeut. Ihm gehen viele Ideen durch den Kopf, um den dynamischen Sport öffentlichkeitswirksamer zu präsentieren. Aber erst am Neckar aufs WM-Treppchen. Dafür wird bis spät abends in der Schwarzwaldhalle von Gärtringen trainiert, stehen Kraftarbeit und Laufeinheiten auf dem Programm.

„Man übt das Fallen“ sagt Matze, wenn ungläubige Medien-Vertreter nach der Verletzungsgefahr fragen. „Es passiert eher wenig“, seine Erfahrung. Dazu trägt das optimierte Material bei. Spezialräder im Wert von rund 2000 Euro mit verstärkten Stahlelementen und knallhart aufgepumpten Schlauchreifen. Erst als die WM-Tickets wirklich in der Tasche waren, präsentierten sich Berner/König in den neuen Anzügen des Verbandes: in glänzendem Weiß mit schwarz-rot-goldenem Aufdruck. Das Team Germany: beim Radball eine Zweier-Beziehung, hinter der aber Bundestrainer, Heim-Coach und eine immense Fan-Gemeinde stehen. Selbst der Gärtringer Bürgermeister will in den nächsten Tagen höchstpersönlich WM-Flyer verteilen.