Porsche Arena in.Stuttgart
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Champions Trophy, 17.12.2011

Radball und Kunstradfahren der Weltklasse - am Samstag 17.12.2011 feiert die Hallenrad Champions Trophy in der Porsche-Arena in Stuttgart ihre Premiere.
 
 

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News - Presse-Infos vom 27./28.11.2010

News - Presse-Infos vom Fr., 26.11.2010

WM extra / 28.11.2010

David Campione und losgelöste Gärtringer

Sind Steigerungen möglich? Am letzten Tag der Hallenrad-Weltmeisterschaften in Stuttgart traten die Prognosen „Höhepunkte nonstop“ prompt ein. David Schnabel beendete seinen Wettkampf im 1-er Kunstfahren nicht nur mit dem historischen fünften WM-Titel, sondern einem neuen Weltrekord von 206,57 Punkten. Standing ovations für den meist ruhigen, sympathischen Mainfranken, von BDR-Vizepräsident Harry Bodmer spontan zu „Davide Campione“ gekürt. 6000 frenetisch feierende Zuschauer bezeichnete der 26-Jährige als „olympische Dimension“. Die Kunstradfahrer schweben auf Wolke 7, auch der zweitplazierte Florian Blab nach einer veritablen Kür (200,16). Platz 3 für Hang Cheong Wang, der Bronzemedaillengewinner aus Macao freut sich schon heute auf das Quasi-Heimspiel bei der nächsten WM 2011 in Japan.

Beim Turnier der Radballer führte Alfred Hitchcock Regie. Dreimal kam es, auch aufgrund eines komplizierten Spielmodus, zum Titanen-Treffen zwischen Schwaben und Edigenossen. Vor Jahresfrist hatte Jiriček/Waldispühl exakt diesen Vergleich (und den Titel) für sich beansprucht, am Neckar gelang Uwe Berner und Matze König (Torschützenkönig mit 17 Treffern) die Revanche. Nach dem 3:1 im Finale brachen die Dämme in der Porsche-Arena. Völlig losgelöst feierte das Publikum die neuen Weltmeister vom RV Gärtringen. Die sich nach endlosen Interviews, Glückwünschen, Autogramm-Einheiten mit der guten Nachricht verabschiedeten, auch im nächsten Jahr dem ebenso rasanten wie knallharten Sport zur Verfügung zu stehen. Auch wenn Bundestrainer Jürgen King relativierte: „Einen derartigen Trainingsaufwand kann man sich kaum ein zweites Mal leisten, doch sie haben Unmengen an Selbstvertrauen getankt.“ Den Sprung aufs Treppchen schaffte Österreich als Dritte.

Die eine war etwas traurig, die andere richtig zufrieden. So unterschiedlich fielen die Reaktionen der Drittplatzierten Corinna Hein und der Silbermedaillengewinnerin Marion Kleinschwärzer nach dem Finale im Einer-Kunstradfahren der Frauen aus. Bei Titelverteidigerin Hein war beim Einfahren eine alte Verletzung im Rückenbereich aufgebrochen und ihre Kür konnte sie nach einer kurzen Unterbrechung nur unter Schmerzen zu Ende fahren. „Das war eben Sportlerschicksal, Ähnliches ist mir schon einmal bei der WM 2004 passiert. Jetzt muss ich erst wieder gesund werden.“ Glücklich war dagegen Marion Kleinschwärzer, die ihre Karriere beendete. „Mit Platz 2 hatte ich nicht gerechnet und deshalb ist es ein umso schönerer Abschluss meiner Laufbahn“, strahlte die Studentin aus Burghausen, die nun für neun Monate auf eine Schule nach Afrika geht. Gold ging an Denise Boller aus Österreich.

Zur weiteren Zukunft des deutschen Kunstradfahrens sagte Bundestrainer Dieter Maute: „Wir werden an den in Stuttgart erkannten Schwächen arbeiten – und streben weiter nach Perfektion. Insgesamt aber war es für die deutsche Mannschaft bis auf das Pech bei den Frauen eine tolle Weltmeisterschaft.“


WM extra / 28.11.2010

WM hat die kühnsten Träume übertroffen

Ein durchweg positives Fazit zogen die Offiziellen zum Verlauf der Hallenrad-WM in Stuttgart. „Die Veranstaltung hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen“, formulierte beispielsweise Andreas Kroll, der Geschäftsführer der in.Stuttgart und er stellte eine weitere Bewerbung für eine WM durchaus in Aussicht. „Der Funke sprang vom ersten Tag an auf das Publikum über und der vortreffliche Boden trug entscheidend zu den hervorragenden Leistungen bei“, ergänzte Indoor-Präsident Willy Bondue vom Weltverband UCI.

„Stuttgart zeigte ein besonders sympathisches Gesicht des Radsports und wir haben uns an allen Tagen äußerst wohlgefühlt“, betonte BDR-Präsident Rudolf Scharping. Er hofft auf eine weitere Internationalisierung des Sports, will sich für eine Aufnahme in die World Games stark machen und bestätigte zudem, dass die Türkei und China ein verstärktes Interesse an diesem Sport zeigen.

WM-Generalsekretär Rolf Schneider bestätigte die Rekord-Besucherzahl von 18 000 Zuschauern und freute sich, dass neben den Printmedien auch kurzfristig die elektronischen Medien ein verstärktes Interesse an der Veranstaltung gezeigt hatten. Ob beim Sport in der Porsche-Arena oder bei der Party in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle, Stuttgart wurde seinem guten Ruf als weltweit bekannte Sportstadt auch bei diesem Event wieder gerecht.

WM extra / 27.11.2010

Finale Höhepunkte vor ausverkauftem Haus

Eine ausverkaufte Porsche-Arena (6000 Zuschauer), Sport auf höchstem Niveau, Stimmung bis in den frühen Morgen in der Partyzone. Die Hallenradsportler haben Stuttgart „erobert“. „Eigentlich schade“, meinte ein weithergereister Fan, „dass bald wieder Schluss ist.“ Zwei Titel für den BDR, wahre Hitchcock-Matches im Radball und volle Konzentration auf die Kür-Vorträge der Bike-Akrobaten: dieser Cocktail kommt an. „Beeindruckend aber auch die Fairness des Publikums, das alle anfeuert und applaudiert, ganz gleich welcher Nationalität“, bemerkte WM-Generalsekretär Rolf Schneider. Die Übung der Ungarin im 1er-Frauen wird ebenso honoriert wie ein belgisches Cycle Ball-Tor. Auch am Sonntag wird das Hallenrad-Refugium am Neckar ausverkauft sein, Rolf Schneider kündigt „Höhepunkte nonstop“ an. Wer gewinnt die Regenbogentrikots in den Einer-Disziplinen und im Radball?



Foto: Jürgen Burkhardt

Der vierfache Champion David Schnabel zeigte im Vorkampf, wie hoch die Messlatte liegt. 205,46 Punkte seine Ansage. „Ich wusste ja, dass die Sicherheit da ist, aber das gibt noch mehr Zuversicht. Im Finale versuche ich diese Leistung zu wiederholen oder sogar zu steigern, auch wenn das nicht einfach ist.“ Florian Blab (196,43) qualifizierte sich souverän für den final countdown, ein Fehler beim Maute-Sprung verhinderte eine noch bessere Note des Oberschwaben.

Wenn emsige Heinzelmännchen die viereckigen Tore auf die von roten Teppichbahnen zentrierte Spielfläche tragen, steigt die Phon-Zahl, marschiert die eidgenössische Kuhglocken-Armada vom RMV Mosnang ein. Ja sind wir denn im Toggenburg…? Wenn Peter Jiriček und Marcel Waldispühl agieren, offenbar. Noch immer ungeschlagen, führen die Herren mit dem Schweizer Kreuz auf den Trikots die Tabelle an. Team Germany (Berner/König) bewies Nervenstärke, drehte ein bedrohliches 0:2 gegen Frankreich in Halbzeit II zum 6:2. Matze ballte die Faust.

Für Sandra Beck und Anja Scheu hätte die Weltmeisterschaft das ersehnte Heimspiel werden können, beide scheiterten hauchdünn in der Qualifikation – und erhielten doch ihren WM-Auftritt. Nach der Siegerehrung im 2-er Kunstfahren der Frauen schulterten sie bei der Ehrenrunde Jasmin Soika und Katharina Wurster. Alle verdrückten eine kleine Träne.

Finale Höhepunkte vor ausverkauftem Haus

Eine ausverkaufte Porsche-Arena (6000 Zuschauer), Sport auf höchstem Niveau, Stimmung bis in den frühen Morgen in der Partyzone. Die Hallenradsportler haben Stuttgart „erobert“. „Eigentlich schade“, meinte ein weithergereister Fan, „dass bald wieder Schluss ist.“ Zwei Titel für den BDR, wahre Hitchcock-Matches im Radball und volle Konzentration auf die Kür-Vorträge der Bike-Akrobaten: dieser Cocktail kommt an. „Beeindruckend aber auch die Fairness des Publikums, das alle anfeuert und applaudiert, ganz gleich welcher Nationalität“, bemerkte WM-Generalsekretär Rolf Schneider. Die Übung der Ungarin im 1er-Frauen wird ebenso honoriert wie ein belgisches Cycle Ball-Tor. Auch am Sonntag wird das Hallenrad-Refugium am Neckar ausverkauft sein, Rolf Schneider kündigt „Höhepunkte nonstop“ an. Wer gewinnt die Regenbogentrikots in den Einer-Disziplinen und im Radball?

Der vierfache Champion David Schnabel zeigte im Vorkampf, wie hoch die Messlatte liegt. 205,46 Punkte seine Ansage. „Ich wusste ja, dass die Sicherheit da ist, aber das gibt noch mehr Zuversicht. Im Finale versuche ich diese Leistung zu wiederholen oder sogar zu steigern, auch wenn das nicht einfach ist.“ Florian Blab (196,43) qualifizierte sich souverän für den final countdown, ein Fehler beim Maute-Sprung verhinderte eine noch bessere Note des Oberschwaben.

Wenn emsige Heinzelmännchen die viereckigen Tore auf die von roten Teppichbahnen zentrierte Spielfläche tragen, steigt die Phon-Zahl, marschiert die eidgenössische Kuhglocken-Armada vom RMV Mosnang ein. Ja sind wir denn im Toggenburg…? Wenn Peter Jiriček und Marcel Waldispühl agieren, offenbar. Noch immer ungeschlagen, führen die Herren mit dem Schweizer Kreuz auf den Trikots die Tabelle an. Team Germany (Berner/König) bewies Nervenstärke, drehte ein bedrohliches 0:2 gegen Frankreich in Halbzeit II zum 6:2. Matze ballte die Faust.

Für Sandra Beck und Anja Scheu hätte die Weltmeisterschaft das ersehnte Heimspiel werden können, beide scheiterten hauchdünn in der Qualifikation – und erhielten doch ihren WM-Auftritt. Nach der Siegerehrung im 2-er Kunstfahren der Frauen schulterten sie bei der Ehrenrunde Jasmin Soika und Katharina Wurster. Alle verdrückten eine kleine Träne.


WM extra / 27.11.2010

Gold für Mergelstetten

Business as usual? Im 2er-Kunstfahren der Frauen gewann der BDR Gold und Silber bei den Hallenrad-Weltmeisterschaften in Stuttgart, doch die Reihenfolge überraschte auch manchen Insider. Der erste Titelgewinn für Jasmin Soika und Katharina Wurster vor den Mainzer Champions Kathrin Schultheis und Sandra Sprinkmeier. Ein Resultat wie zuletzt bei der „Deutschen“ in Hamburg-Harburg. Für die schwäbischen Mädels ein „unfassbarer Traum. Der Hammer, was soll man sagen“ so die 22-jährige Katharina, die in Heidenheim wohnt und in Tübingen studiert. „Und alle waren da.“ Vielleicht auch, weil die Bild-Zeitung das Duo in ihrer Vorschau präsentiert hatte. „Schon cool“ (Katharina). Wie die Kür, zunächst absolut fehlerfrei, doch ein kleiner Fauxpas rüttelte nochmals an den Nerven.

Hinterher ein wahrer Medien-Parcours, die Presse entdeckte am WM-Wochenende ihr Faible für Kunstrad und Radball. „Jetzt hoffen wir natürlich, dass dieses Hoch anhält und wir mehr Aufmerksamkeit erhalten“, blickt Jasmin Soika nach vorne.“ Auch künftig dürfte sich das Duell mit Mainz-Ebersheim fortsetzen. „Natürlich geht es bei uns weiter“, so Sandra Sprinkmeier. Silber sei nur „eine kleine Enttäuschung, es war einfach toll, hier von so vielen Fans unterstützt worden zu sein“. Platz 3 ging an das Schweizer Duo Morf/Bommeli, die Ehrenrunde mit La-Ola und im Scheinwerfer der SWR-Kameras aber werden die neuen Weltmeisterinnen vom SV Mergelstetten nicht mehr vergessen.


Stephan Rauch: Nach 24 Jahren ist Schluss

„Zum Abschluss ist wirklich nochmals ein Traum in Erfüllung gegangen“. Mit diesen Worten kommentierte Stephan Rauch seinen zweiten WM-Titel gemeinsam mit Partnerin Ann-Kathrin Egert in der Stuttgarter Porsche-Arena. Nach 24 Jahren Kunstradfahren beendet der 29jährige Franke seine lange Karriere und er freut sich künftig auf ein intensives Familienleben mit Sohnemann Yannik und Ehefrau Melanie. „Die Familie kam einfach immer zu kurz“, meinte Stephan Rauch.

Nicht mehr weitermachen will auch seine erst 21jährige Partnerin Ann-Kathrin Egert. „Einen besseren Fahrer als Stephan finde ich sowieso nicht und man soll schließlich aufhören, wenn es am schönsten ist. Auch die Atmosphäre in Stuttgart ist kaum mehr zu übertreffen. Das war einfach gigantisch.“ Ihr frühzeitiges Karriere-Ende begründete die Technische Assistentin aber auch damit, dass mit diesem Sport nichts zu verdienen sei. Jetzt aber setzen die beiden Weltmeister neue Prioritäten und in Stuttgart wurde der Titel gemeinsam mit den Fans noch lange bis in die Nacht gefeiert. Platz 2 für die Brüder Felix und
Florian Blümmel, die 2011in Japan die WM-Nachfolge von Rauch/Egert antreten wollen. „Allerdings passiert das nicht automatisch, die Konkurrenz in Deutschland ist immer gewaltig“, weiß Florian Blümmel (Langenselbold) wie hoch die Trauben künftig hängen.


Bei Peter Jiriček dreht sich alles um das Rad

Bei ihm dreht sich alles um das Rad und mit seinem Partner Marcel Waldispühl ist er der Titelverteidiger im Radball: der 32jährige Schweizer Peter Jiriček. In den ersten Spielen bekundete das Duo noch Anlaufschwierigkeiten, fand sich aber dann schnell mit den Bedingungen in der Porsche-Arena zurecht. Die mit Kuhglocken und rot-weißen Mützen ausgestatteten Schweizer Schlachtenbummler sorgten für Swiss Power auf den Rängen.

„Wir werden im Verlaufe des Turniers weiter zulegen“, versprach der kahlköpfige Peter, dem das Talent zum Radballer quasi in die Wiege gelegt wurde. Vater Petr war in seiner tschechischen Heimat selbst ein bekannter Velo-Artist und galt jahrelang mit seinem Partner als der große Gegenspieler der Brüder Pospisil. Die schnappten Jiriček fast immer den nationalen und den WM-Titel weg und nach dem Ende seiner Karriere wechselte der dann 1979 in die Schweiz.

Dort stieg er zum Nationaltrainer auf und sein gelehrigster Schüler wurde sein 1978 geborener Sohn Peter. Der entwickelte sich in Winterthur zum erfolgreichsten Radballer der letzten Jahre, gewann dreimal den WM-Titel, wurde dreimal Zweiter und einmal Dritter. Das erste Gold holte er bereits 1999 mit Christof Hauri, das zweite folgte 2002 mit Paul Looser. Nummer 3 gewann er im vergangenen Jahr mit Marcel Waldispühl. In Stuttgart ist er nun schon bei seiner zehnten WM dabei, der 31jährige Gärtner Waldispühl ist als Torhüter bereits sein fünfter Partner.

Ein vielleicht entscheidender Vorteil für Peter Jiriček ist: er fährt ein von ihm selbst entworfenes Rad. Unter der Marke „Star-Bicycle“ verkauft der erfolgreiche Geschäftsmann Bikes für Kunstradfahren wie Radball und er erhält Zuspruch auch von seinen Rivalen aus aller Welt. So benutzt selbst sein deutscher Konkurrent Matze König ein solches Modell. Daher ist es wahrscheinlich, dass der WM-Titel wieder an „Star-Bicycle“ geht. Mal sehen, ob sich Peter Jiriček am Ende selbst wieder das Gold schnappt.